v.l.: Stadtrat Adalbert Scherer (Stutensee), Bürgermeisterin Sylvia Tröger (Stutensee), Ingo Wellenreuther MdB (Karlsruhe), Staatssekretär Enak Ferlemann MdB und Stadtrat Thorsten Ehlgötz (Karlsruhe)
v.l.: Stadtrat Adalbert Scherer (Stutensee), Bürgermeisterin Sylvia Tröger (Stutensee), Ingo Wellenreuther MdB (Karlsruhe), Staatssekretär Enak Ferlemann MdB und Stadtrat Thorsten Ehlgötz (Karlsruhe)

Auf Initiative von Ingo Wellenreuther MdB (CDU Karlsruhe) fand mit Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann ein Vor-Ort-Termin an der Bahnlinie Hagsfeld statt. Aus Stutensee haben Bürgermeisterin Sylvia Tröger und Stadtrat Adalbert Scherer (CDU) teilgenommen.

Nachdem 2015 der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) als Entwurf veröffentlicht wurde, führte dies zu heftigen Reaktionen der betroffenen Bürger und der angrenzenden Gemeinden. Der Entwurf des BVWP 2030 sah nur den 4-gleisigen Ausbau der Strecke Mannheim–Karlsruhe vor. Alternative Wege oder Lösungen waren nicht angedacht.

In seinen einführenden Worten legte Staatssekretär Ferlemann dar wie wichtig der Ausbau der Strecke Amsterdam–Genua sei. Da dieses Projekt viele Bürger betrifft ist klar, dass die Umsetzung nur gemeinsam gelingen kann. Als Beispiele wurden Rastatt und Offenburg erwähnt. Nur im offenen Dialog soll das Bahnprojekt im Norden Karlsruhe geplant werden.

Durch die Anregung der Bürger, vornehmlich aus der Region Karlsruhe und Stutensee, wurde das Planwerk dahin gehend geändert, dass heute nicht nur von einem Ausbau der bestehenden Bahnlinie gesprochen wird. Vielmehr soll sowohl ein Ausbau als auch der Neubau untersucht werden. Dies wurde auch im Ausbaugesetz vom Bundestag am 2.12.2016 so beschlossen. In einem offenen Verfahren werde die bestmögliche Lösung ermittelt. Erst in zweiter Linie soll der finanzielle Rahmen eine Rolle spielen. Auch eine erheblich teurere Tunnellösung, wie z.B. Rastatt und Offenburg, ist erstmal nicht ausgeschlossen. Wichtig ist ihm die Akzeptanz der Lösung innerhalb der Region und Bevölkerung.

In diesem Zusammenhang wies Herr Staatssekretär auf die Umrüstmaßnahme des Bahn-Güterverkehrs hin. Bis im Jahr 2020 müssen alle verwendeten Güterwagen lärmtechnisch umgerüstet werden. Bei Güterzügen wird diese Maßnahme eine Halbierung des Lärmpegels zu Folge haben. Durch die Reduzierung des durch die Bahn produzierten Lärms soll sich die Akzeptanz für Neu- oder Umbauten erhöhen. Während des Vor-Ort-Termins wurde dieser Umstand durch vorbeifahrende unterschiedlich ausgerüstete Waggons belegt. Bei gedämmtem Wagen konnte die Ansprache von Herrn Ferlemann ungehindert fortgesetzt werden.

Bis Ende dieses Jahres soll die Planung des Bahn-Knotens Mannheim vorliegen. Dies wäre dann der Ausgangspunkt für weitere Planungen in Richtung Karlsruhe.

Herr Ferlemann hat zugesichert weiterhin für Diskussionen in Bezug zu dem Bahnprojekt zur Verfügung zu stehen. Herr Wellenreuther und Frau Tröger bedankten sich bei Ihm dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, sich persönlich über die schwierige Ausganglage in Hagsfeld und Stutensee zu informieren.

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