Wohnraum-Allianz: Schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen

 

Im vergangenen Jahr hat das Land die „Wohnraum-Allianz für Baden-Württemberg“ gegründet – gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft, den kommunalen Spitzenverbänden, den Landtagsfraktionen, Banken sowie Natur- und Umweltschutzverbänden. Das Ziel dieser Allianz ist es alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen, um schnell ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können.

 
Der Hintergrund für die Gründung dieser Allianz ist die Tatsache, dass in den Ballungsräumen Baden-Württembergs, aber auch in vielen Regionen des ländlichen Raums die Mieten und Immobilienpreise drastisch gestiegen sind. Konkret fehlt es derzeit insbesondere an günstigen Wohnungen für Menschen mit geringerem Einkommen.
 
Die Grünen auf Landesebene haben die Herausforderung erkannt und sind bereit zu handeln – ganz im Gegenteil zu den Grünen in Stutensee. Anders kann man es sich nicht erklären, dass sich die Stutenseer Grünen seit Wochen gebetsmühlenartig gegen die Ausweisung neuer Wohngebiete z.B. in Blankenloch und Büchig aussprechen. Und zwar (wie es scheint) aus rein populistischen Gründen, denn ernsthafte ökologische Gründe waren bislang nicht erkennbar.
 
Dabei dürfte auch den Stutenseer Grünen nicht entgangen sein, dass wir in unserer Stadt bereits eine Wohnungsnot haben, denn wer sich aktuell in Stutensee auf die Suche nach einer Mietwohnung macht, der findet im Amtsblatt häufig gar keine Angebote mehr und schon gar nicht ohne Makler. Und auch im Internet wird nicht mehr viel angeboten. Bei immobilienscout24.de waren beispielsweise am 18. März 2017 nur noch ganze 16 Mietwohnungen im Angebot. Das ist so gut wie nichts mehr. Ein Großteil dieser Wohnungen haben nur 2 Zimmer und weniger, was für Familien mit Kindern direkt ausscheidet. Vor einigen Jahren konnte man an gleicher Stelle noch ein deutlich größeres Angebot finden. Die Anzahl der Leute, die Wohnraum suchen, ist weitaus größer und insbesondere bezahlbarer Wohnraum wird nachgefragt. Es vergeht fast kein Tag, an dem man nicht bei Facebook Einträge von Bürgerinnen und Bürgern lesen muss, die eine Wohnung in Stutensee suchen. Das sind Menschen, die eine Wohnung suchen, weil ihre bisherige wegen Eigenbedarf gekündigt wurde. Das sind Menschen, die eine Wohnung suchen, weil ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist. In diesen Fällen ist meistens auch das Geld knapp und die Betroffenen möchten verständlicherweise in ihrem Stadtteil wohnen bleiben, weil dort ihre Kinder in den Kindergarten gehen, die Schule besuchen und sie dort ihr soziales Netzwerk haben.
 
Diesen Wohnungssuchenden muss nach Möglichkeit geholfen werden. Wenn wir uns aber zurück lehnen und sagen „wir brauchen keine neuen Wohngebiete“, dann ist das in höchstem Maße unsozial und unmenschlich – insbesondere dann, wenn bezahlbarer Mietwohnungsbau entstehen muss, der nur finanzierbar ist, wenn entsprechende städtische Flächen vorhanden sind.
 

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